FAQ: Welche Vorschriften gilt es beim Aufstellen von Anfahrschutz zu beachten?

Für alle Lagereinrichtungen gilt: Sie müssen nach den geltenden Bestimmungen aufgebaut, ausgerüstet und vor Beschädigungen – etwa durch die im Lager eingesetzten Flurförderzeuge – geschützt werden. Dabei muss die vom Hersteller mitgelieferte Aufbau- und Betriebsanleitung beachtet werden. Sollte diese nicht vorliegen, sprechen Sie den Hersteller oder die Montagefirma an! Und diese Vorschriften gilt es zu beachten: Laut Punkt 5.7 der DGUV-Information 208-043 (vorher: BGI 5166) 'Sicherheit von Regalen' muss an den 'Eckbereichen von Regalen, die mit nicht leitliniengeführten Fördermitteln be- oder entladen werden', ein Anfahrschutz angebracht sein, 'der mit dem Boden verankert ist und nicht mit den Regalstützen verbunden sein darf. 'Der Anfahrschutz muss laut DGUV-Info mindestens 300 Millimeter hoch sein. Besser sind 400 Millimeter, wie in der DIN EN 15 512 gefordert. Dort ist übrigens von 'Stützenschutz' die Rede. Nach Punkt 9 der DGUV-Information 208-043 haben sich außerdem Schutzeinrichtungen, die an allen Stützen angebracht werden, als Unfallschutzmaßnahmen bewährt. Im Gegensatz zum Anfahrschutz in den Eckbereichen der Regale können diese auch direkt mit den Stützen verbunden sein. Die meisten Regalhersteller bieten solche Einrichtungen an. Um die Sicherheit im Lager zu erhöhen, hilft es auch, das Regal nie mit 100 Prozent der angegebenen Tragfähigkeit zu belasten. Welche Schutzeinrichtungen letztlich verwendet werden müssen, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung (GBU), die der Arbeitgeber anfertigen muss. Die oben genannten Vorschriften und die DGUV-Regel 108-007 (bisher: BGR 234), Punkt 4.2.5 'Lagereinrichtungen und Geräte' sind dabei zu beachten.


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