Gurtständer und Absperrketten – dafür brauchen Sie sie, darauf müssen Sie achten

Mit nützlichem PDF-Download!


Absperrungen mittels Ketten oder Gurten begegnen Ihnen fast täglich – und Sie denken, dass das die richtige Sicherheitslösung für Ihren Betrieb sein könnte? ZUFOR verrät Ihnen, wo Sie Absperrketten und Absperrgurte einsetzen können und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. Alle diese Tipps können Sie sich unten bequem als PDF "Fragen (F) und Antworten (A) zu Gurtständern und Kettenabsperrständern" herunterladen!

Gurtständer und Kettenwarnständer eignen sich für zwei Dinge …

  1. als Absperrungen und damit als Element der Absperrtechnik, ideal in Lagern, bei Arbeiten an Maschinen und Anlagen, in der Produktion, auf Parkplätzen …
  2. als Personen-Leitsysteme, ideal zur Lenkung von Warteschlangen bei Veranstaltungen, im Einzelhandel …

Sie können Personen mithilfe von Gurtwarnständern und Absperrkettenständern also daran hindern, einen Bereich zu betreten, oder dafür sorgen, dass sie einen bestimmten Weg nehmen.

 

Gurte vs. Ketten, Pfosten vs. Wandhalterung: Was ist der übliche Gebrauch?

Eine praktische und mobile Lösung sind Absperrketten oder Absperrgurte, die an Pfosten befestigt sind –  an sogenannten Gurtständern oder Kettenständern. Diese bestehen in der Regel aus

  • einem Pfosten, der entweder eine Aufnahme für einen Gurt oder Ösen für eine Kette hat,
  • der Kette oder dem Gurt selbst und
  • einem Fuß oder einem Bodenteller. Es gibt Füße, die Sie mit Sand oder Kies befüllen können, um die Absperrung standfester zu machen.

Gurte als auch Absperrketten sind „fürs Grobe“ geeignet und finden sich in Produktionsbereichen, in der Industrie oder in Lagern. Wenn Sie eine besonders auffällige Absperrung brauchen, wählen Sie Absperrketten oder Absperrgurte mit Warnmarkierung. Nach der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A 1.3 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung“ sind dauerhafte Gefahren oder Hindernisse mit einer gelb-schwarzen Markierung zu kennzeichnen. Wählen Sie eine rot-weiße Kennzeichnung, wenn die Gefahr zeitlich begrenzt ist, zum Beispiel wenn in Ihrem Betrieb eine Unebenheit im Boden ist, vor der Sie die Beschäftigten warnen wollen, bis sie repariert ist. Auch bei kleineren Baustellen im Betrieb sind Ketten-Absperrungen mit entsprechender Warnmarkierung die ideale Sicherung. Optisch ansprechendere Personenleitsysteme durch Gurte zum Beispiel aus Edelstahl werden oft in Museen, Theatern oder an Flughäfen verwendet.

Achten Sie außerdem darauf, dass eine Absperrung für den Außenbereich auch für diesen Einsatz gedacht ist. Absperrketten aus Polyamid sind zum Beispiel gegen viele Witterungseinflüsse resistent. Auch Seewasser macht ihnen nichts aus.

 

Für jeden Bereich die richtige Absperrung

Ob für die Trennung von Verkehrswegen im Lager oder fürs noble Hotel – Sie erhalten für alle möglichen Einsatzbereiche die passende Variante: Wählen Sie den edlen champagnerfarbenen Gurtständer aus Aluminium für die Hotellobby  und den schweren Kettenwarnständer mit Warnmarkierung als Leitsystem auf dem Betriebsparkplatz.

 

Übrigens: Absperrgurte sind in Kassetten aufgerollt, und werden herausgezogen und zwischen Ständern eingespannt. Achten Sie darauf, dass in der Gurtkassette eine Zugfeder integriert ist, die verhindert, dass der Gurt unkontrolliert in seine Halterung zurückschnallt! Oft werden auch Wandhalterungen für Gurte angeboten, die angeschraubt werden oder magnetisch haften. Im Fall einer Panik wird sich ein Magnet lösen und als „Panikverschluss“ den Weg frei machen.

 

Neben den Materialien und der Farbe können Sie bei Absperrketten oft auch die Gliederstärke wählen – je dicker das Material der Kettenglieder, desto mehr Last hält die Kette aus, ohne dass sie reißt. Auch die Länge des Absperrmittels, also des Gurtes oder der Kette, ist meist wählbar.

 

Praxis-Tipp: Mit einem Verbindungsglied oder einem Einhängehaken befestigen Sie die Kette an der Öse am Pfosten. Sie können Verbindungsglieder aber auch nutzen, um 2 Ketten zu verbinden und damit einen größeren Abstand zwischen zwei Pfosten zu schaffen. Mit einem Gurtverbinder können Sie zwei Gurte zu einem langen Gurt machen.

 

Absperrständer sind also flexibel und mobil. Natürlich halten sie keiner Menschenmasse stand, die dagegendrückt oder gewaltsam versucht sie zu überwinden. Sie sind auch nicht als Anfahrschutz oder Rammschutz gedacht. Voraussetzung, damit die Absperrung mittels Ketten- oder Gurtständer funktioniert, ist, dass die Verkehrsteilnehmer sie grundsätzlich respektieren.

Absperrketten allerdings sind von den Berufsgenossenschaften für bestimmte Bereiche als Absperrhilfsmittel zugelassen. Dann dürfen sie aber in der Regel nicht an mobilen Kettenständern befestigt sein, sondern müssen an sicheren, unverrutschbaren Befestigungen angebracht werden.  So erlaubt die DGUV-Information 203-016 „Kennzeichnung von Arbeitsbereichen an elektrischen Anlagen mit Nennspannung über 1 kV“ die Abgrenzung eines freigegebenen Arbeitsbereichs gegenüber Bereichen mit Teilen, die unter Spannung stehen, mit geeigneten Hilfsmitteln. Das sind neben Seilen oder Zäunen auch Absperrketten. Im Unternehmen sollten alle wissen: „Es ist grundsätzlich verboten, gelb-schwarze Hilfsmittel (z.B. Ketten), die der Abgrenzung dienen, zu über- oder unterschreiten.“

Auch bei der Fahrzeuginstandhaltung sind Absperrketten unter bestimmten Bedingungen als Absturzsicherung an Arbeitsgruben und Unterfluranlagen erlaubt – so steht es in der DGUV-Regel 109-009 „Fahrzeug-Instandhaltung“.

Bei der Arbeit auf Dächern reicht eine Absperrkette am Dachrand als Absturzsicherung nicht aus. Wer aber auf Sicherungsmaßnahmen verzichten will, der kann mittels Absperrung durch Ketten dafür sorgen, dass Beschäftigte gar nicht erst in den Gefahrenbereich von 2 Metern zur Absturzkante kommen.

Kettenwarnständer und Gurtpfosten sind also eine günstige und flexible Möglichkeit, um Bereiche zu sichern oder Personen zu leiten. Für fast jede Situation im Betrieb gibt es hier das geeignete Zubehör!

 
 
 

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