Alle Jahre wieder … Winterdienst im Betrieb

Infos zur Verkehrssicherungspflicht + Factsheet zum Herunterladen


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Schnee, Eis und Frost – wenn der Winter zuschlägt, sollten Betriebe vorbereitet sein, denn sie haben eine Verkehrssicherungspflicht. Sicherheitsverantwortliche müssen dafür sorgen, dass sich Kunden, Geschäftspartner, Lieferanten, Passanten als auch Mitarbeiter sicher auf und um das Betriebsgelände herum bewegen können. Vereiste Wege und rutschige Eingangsbereiche, Schneelasten auf Dächern sowie schlechte oder gar keine Beleuchtung können Unfälle provozieren und den Betriebsablauf beeinträchtigen. Das sollten Sie vermeiden! Neben Ausfällen und Störungen im Arbeitsalltag können Haftungs- und Schadensersatzansprüche auf einen Betrieb zukommen, wenn er die zumutbaren Maßnahmen nicht getroffen hat, die Unfälle bei winterlichen Wetterverhältnissen verhindern.

 

Tipp: Nicht nur wegen der Verkehrssicherungspflicht sollten Verantwortliche in Betrieben darauf achten, dass Wege sicher und Eingangsbereiche sauber und trocken sind. Gegenüber ihren Mitarbeitern sind sie natürlich auch verpflichtet, Arbeitsschutz-Vorschriften einzuhalten. Sicher begehbare, ebene Wege gehören dazu – so will es die Arbeitsstättenverordnung.

 

Besonders die Räum- und Streupflicht sorgt in Unternehmen immer wieder für Zündstoff. Wann muss welcher Weg frei von Eis und Schnee sein? Wer ist dafür zuständig? Und welche Winterausstattung braucht man dafür? Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Winterdienst-Fragen!

 

Verkehrssicherungspflicht – das sollten Sie im Winter tun

Die Verkehrssicherungspflicht ist kein festgeschriebenes Gesetz. Vielmehr müssen immer wieder Gerichte klären, wer nach einem Unfall auf schneebedeckten Betriebswegen oder in rutschigen Ladeneingängen die Behandlungskosten der Verunfallten bezahlt und ob sie Anspruch auf Schmerzensgeld haben. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollten Verantwortliche in Betrieben folgende Basisregeln beachten:

  • Die Verkehrssicherungspflicht obliegt dem Grundstückseigentümer. Meist überträgt er diese Pflicht in einem Mietvertrag oder in einem Pachtvertrag auf den Mieter oder Pächter.
  • Wann öffentliche Flächen um das Betriebsgelände herum geräumt und gestreut sein müssen, steht in der jeweiligen Gemeindesatzung. In der Regel ist von einer solchen Pflicht zwischen 7 und 20 Uhr auszugehen. Gehwege müssen geräumt und gestreut werden. Gibt es keinen Gehweg, müssen Sie meist einen etwa 1,5 Meter breiten Streifen begehbar machen.
  • Auf dem Betriebsgelände ist es Ihnen überlassen, welche Wege Sie wie sichern. Zentrale Laufwege, Zufahrten und Parkplätze sollten aber schnee- und eisfrei sein, wenn der erste Mitarbeiter zum Dienst erscheint. Auch bei Schicht- und Nachtarbeit!
  • Schneemassen von oben können ebenfalls gefährlich sein: Achten Sie bei Flachdächern darauf, dass die Schneelast nicht zu hoch ist bzw. dass sie Schneelasten aushalten. Bei Dächern mit Schrägen können Schneemassen, sogenannte Dachlawinen, herabrutschen.
  • Kennzeichnen Sie Gefahrenstellen, also zum Beispiel Wege, auf denen Sie eingeschränkt Schnee räumen und streuen.
  • Sorgen Sie für gute Beleuchtung an Wegen und Zugängen! Auch diese verhindert Rutsch- und Sturzunfälle.

     

    Tipp: Sicherheitsspiegel an Verkehrswegen können in ihrer Funktion beeinträchtigt sein, wenn es schneit oder wenn sie einfrieren. Dafür gibt es extra beschlag- und vereisungsfreie Exemplare.

     

  • Die Verkehrssicherungspflicht endet nicht an der Eingangstür des Firmengebäudes: Schmutzfangmatten und sogenannte „Sauberlaufzonen“ halten Eingangsbereiche sauber und sicher. Diese sind in der Arbeitsstättenverordnung bzw. der ASR A1.5 „Fußböden“ sogar als gültige Arbeitsschutz-Maßnahme genannt.


Tipp: Sie können die Winterdienst-Pflicht auch auf einen externen Dienstleister übertragen. Es bleibt allerdings in Ihrer Pflicht regelmäßig zu überprüfen, dass dieser seine Aufgaben auch erledigt. In einem Vertrag sollte genau geregelt sein, welche Arbeiten er übernimmt. Winterdienst-Preise variieren zwischen privaten und gewerblichen Auftraggebern.

 

Sicher selber machen: So regeln Sie den Winterdienst betriebsintern

Sie regeln den Winterdienst betriebsintern? Dann sollten Sie Folgendes beachten:

  • Stellen Sie einen Plan auf, wer wann für welchen Betriebsbereich zuständig ist. Ist die Arbeit erledigt, sollte dieser Plan abgezeichnet werden.
  • Besorgen Sie die notwendige Ausrüstung. Je nach zu räumender Fläche und je nach Schneehäufigkeit zählen dazu Streuwagen, Streumittelbehälter für trockenes und gut erreichbares Streugut, Schneeschieber, Kehrbesen, Eisstößer, Schneeschaufel, vielleicht sogar ein Räumfahrzeug.
  • Begehen Sie den Betrieb und überlegen Sie sich, wo ein Schild sinnvoll ist, das auf Gefahren aufmerksam macht.
  • Halten Sie auch die Eingangsbereiche sauber, trocken und rutschsicher.
  • Halten Sie für die Beschäftigten, die den Winterdienst verrichten müssen, die nötige Ausrüstung bereit: Thermo-Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Warnschutzkleidung …
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    Tipp: Im Fachbeitrag „Tipps und Tricks für den sicheren Winterdienst im Betrieb“ lesen Sie, wie Sie diejenigen Mitarbeiter schützen, die den Winterdienst erledigen müssen!

     

Sie können also viel für die Sicherheit im winterlichen Betrieb tun. Es besteht aber kein Grund, bei den ersten Schneeflocken in Panik auszubrechen. Betreiben Sie einen angemessenen Aufwand, was das Räumen, Streuen und Sichern angeht. Sie müssen nicht morgens um 3 mit dem Schneeschieber parat stehen. Auch Personen, die Wege nutzen und Ihren Betrieb betreten, müssen eine gewisse Sorgfalt walten lassen.

 
 
 

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